Niemand kann sie uns nehmen,
jene, welche in der Ewigkeit wohnen,
jene, deren Heimat
unsere Herzen sind…

Heike Saal

Gerhard Süßner

* 13.06.1942 in Janessen (Jenisov)/ Karlsbad (Karlovy Vary) Tschechien

05.10.2013 in Bad Dürkheim

  Rosamunde (Rosel) Albert 

geb. Knöpfel

* 09.03.1945 in Lengefeld/ Thüringen

23.03.2022 in Ludwigshafen

Lebensweg von Gerhard und Rosel

Der 2. Weltkrieg sorgte dafür, dass Gerhard und Rosel nach Frankenthal kamen, denn beide mussten als Folge des Krieges schon in jungen Jahren ihr Zuhause verlassen.
Im Alter von 3 Jahren wurde Gerhard 1945 mit seiner Familie als Sudetendeutscher aus seinem Geburtsort Janessen vertrieben. Jeder von ihnen durfte nur einen Koffer mit seinen persönlichen Sachen mitnehmen. Ihr gesamtes Hab und Gut mussten sie zurücklassen. Rosel flüchtete kurz vor dem Mauerbau 1961 im Alter von 16 Jahren ganz alleine und mit nur einer Schultasche, in der ein paar Kleider waren, aus der ehemaligen DDR nach Westdeutschland. Frankenthal wurde ihre neue Heimat, in der sie sich kennen und lieben lernten. Der Rest ist Geschichte.

Nach ihrer Hochzeit am 29.11.1963 kamen im Lauf der Jahre fünf Kinder, acht Enkel und sechs Urenkel zur Welt. Mitte der achtziger Jahre entschieden sie sich, getrennte Wege zu gehen, die für beide jedoch nicht immer leicht waren und problemlos verliefen. So veränderte 1988 ein schwerer Autounfall, den sie nur mit Glück überlebte, schlagartig Rosels Persönlichkeit und bisheriges Leben, in das sie sich während eines einjährigen Krankenhaus- und Reha-Aufenthaltes mit zahlreichen Operationen und Rückschlägen wieder zurückkämpfte. Trotz dieses Schicksalsschlages und den bleibenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen blieb sie ohne Jammern und Klagen immer positiv, lebensfroh, gesellig und humorvoll. Sie liebte es, zu verreisen, aber auch zu Hause machten ihr die Arbeit mit Blumen und Pflanzen, die Treffen und das Feiern mit ihrer Familie viel Freude.

Gerhards große Leidenschaft war der Fußball. Ob als Spieler, Schiedsrichter, Trainer oder Vorstand des VfL Frankenthal und als lebenslanger Fan des 1. FC Kaiserslautern; er blieb immer „am Ball“. Aber Diabetes und die nachlassende Sehkraft erschwerten sein Leben, so dass er letztlich auf Hilfe und Unterstützung angewiesen war.

In all den Jahren ihrer Trennung hielten sie freundschaftlichen Kontakt zueinander und an allen Ereignissen ihrer Kinder nahmen sie gemeinsam teil. Für die Kinder war es deshalb schön und beruhigend zu sehen, dass die Eltern auf ihre „alten Tage“ erneut zueinander fanden, um ihren verbleibenden Lebensweg gemeinsam weiterzugehen.

Es blieben ihnen noch ein paar schöne gemeinsame Jahre bis Gerhard schließlich am 05.10.2013 vom „großen Schiedsrichter“ aus seinem „Spiel des Lebens“ genommen wurde.

Rosel durfte noch neun weitere, unbeschwerte Jahre im Kreise ihrer Familie verbringen. Im Januar 2022 erhielt sie dann die schockierende Diagnose von ihrer unheilbaren Krankheit. Obwohl sie ein Leben lang eine Kämpferin war, konnte sie dem Krebsleiden nichts entgegensetzen und verstarb 9 Wochen später am 23. März 2022.

Auf dem Grabstein

symbolisieren die von Familie und Bekannten gesammelten Flusskiesel Gerhards und Rosels Lebensweg, in den auch zwei von Rosel selbst gesammelte Steine mit eingearbeitet wurden.

Er verlief nie glatt und geradlinig, sondern war voller Kurven, Höhen und Tiefen. Er war zeitweise mühsam, schwer und steinig, aber auch bunt und voller Abwechslung und Freude.

Der Lebensweg der beiden endet mit dem Abheben des Seelenvogels in eine neue, unbekannte Zukunft, begleitet vom Wunsch der Kinder, dass Engel sie begleiten mögen.

Jeder der fünf Bronzevögel steht für eines ihrer Kinder auf der Erde, die ihre Eltern in Dankbarkeit vermissen, sie stets in Erinnerung behalten und in ihren Herzen tragen werden.

Nachts, wenn alles still wird

und die Gedanken lauter werden,

dann wünschen wir uns manchmal,

die Himmelsleiter hochzuklettern,

um Euch noch einmal

einen kleinen Moment

ganz nah zu sein.

Kondolenzbuch

8 Einträge

  1. Avatar

    Hey Tante Rosi hier ist Heike vom Günter eine Tochter .
    Ich habe als Kind… als ihr bei uns zu Besuch wart gemerkt das es was besonderes ist ,damals habe ich nicht gewußt warum,es hieß es kommt Westbesuch das war immer sehr aufregend. Ich kann mich auch noch erinnern das damals die Brücke vom Hühner Garten zum Grömer nach Onkel Gerhard benannt wurde,ich glaub das war aus einer feuchtfröhlichen Party raus entstanden.Wir Kinder haben zusammen gespielt sind in der Witten rum gezogen mit den Hühnern, Kaninchen und Enden gespielt …ja das waren schöne Zeiten in Hassleben …und dann gab’s auch immer was schönes was Oma und Tante aus dem
    Westen mitgebracht haben, später dann wurden die Besuche weniger und wir sahen uns nur noch zu Beerdigungen die man immer mit einem weinenden und einem lachenden Auge empfand. Ich konnte leider zu Deiner Beisetzung nicht kommen ihr ward immer da auch zu Vati’s 80.Geburtstag der sehr schön war…nun seid ihr da oben zusammen und passt immer auf uns auf und das ist ein schönes Gefühl. mach’s gut Tante Rosi🖤❤️🤗😘

  2. Avatar

    Heute fehlst du mir ganz besonders Oma. Ohne dich ist Weihnachten einfach nicht mehr dasselbe.
    Frohe Weihnachten in den Himmel wünscht dir
    deine Anneliese

  3. Avatar

    Liebe Rosel,
    hier ist Amelie (alias Katrinchen).
    Ich hoffe, du erinnerst dich noch an mich. Ich hatte das Glück und die Ehre, gemeinsam mit Annely zahlreiche Nachmittage mit dir verbringen zu dürfen. Mensch-Ärgere-Dich-Nicht war an diesen natürlich immer Pflichtprogramm. Ich war bei dir von Anfang an immer herzlich willkommen und habe mich immer wie zu Hause gefühlt. Vermutlich weißt du gar nicht, wie viel mir das bedeutet hat, vor allem, da ich selbst leider schon sehr lange keine Großeltern mehr habe. An dieser Stelle möchte ich mich bei dir dafür bedanken. Leider könntest du Annelys Abitur nicht mehr miterleben. Ich weiß, dass sie das sehr traurig gemacht hat. Du kannst sehr stolz auf deine Enkelin sein. Sie hat in Ihrem Leben schon unglaublich viel erreicht und vor allem das Herz am rechten Fleck. Sie wird ihren Weg gehen, auch wenn sie sich gewünscht hätte, du wärst noch länger ein Teil davon gewesen. Aber mach dir keine Sorgen. Gemeinsam mit Philip passe ich auf Annely auf und werde sie bei all ihren Schritten begleiten. Ich hoffe, wo auch immer du jetzt bist, mit einem Lächeln auf Annely, Beate, Michael und Amy herabblickst.
    Ich denke immer gerne an dich zurück und werde dich nie vergessen.
    Deine Amelie

  4. Avatar

    Danke für die schönen Jahre die ich euch auf eurem Le
    bensweg begleiten durfte . Als Freund und Schwiegersohn

  5. Avatar

    lch fermisse dich sehr meine Freundinnen!

  6. Avatar

    Liebe Frau Westrich,

    ich durfte als Ihre Arbeitskollegin Ihre Mutti kennen lernen und Ihre Bemühungen, die Sie in die Planung und Umsetzung der Grabstätte Ihrer Eltern investiert haben, verfolgen. Ihnen war kein Schritt zu viel und kein Weg zu weit, um die Idee in Ihrem Kopf Wirklichkeit werden zu lassen. Und als ich dann zum ersten Mal die fertige Grabstätte nur auf dem Foto gesehen habe, war ich sprachlos. Nun haben Sie mit dem QR-Code an der Grabstätte noch das i-Tüpfelchen darauf gesetzt. So etwas Schönes habe ich persönlich noch nicht gesehen. Beim Ansehen der Bilder und Lesen der Texte spürt man richtig die Liebe zu Ihren Eltern. Ich bin mir ganz sicher, dass Ihre Eltern ganz stolz auf „Ihre Beate“ sind.

  7. Avatar

    Hallo Rosel,

    hier ist Philip, ich passe jetzt auf Annely auf. Sie ist meine bessere Hälfte und hat mir schon so viel über dich erzählt… ich hätte dich gerne kennengelernt um einige Runden Mensch ärgere Dich nicht zu spielen oder einfach ein Eis zu essen – das geht nämlich immer 😀
    Ich weiß aber, dass du da oben sitzt und immer über uns und insbesondere über Annely und Beate wachst und jeden ihrer Schritte verfolgst.

    Ruhe in Frieden

  8. Avatar

    Du fehlst mir jeden Tag Oma.
    Ich vermisse dich so sehr!

    Deine Anneliese

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